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Angeln mit Kindern: Angelplätze, Techniken und Fische, die Kinder mögen

Das Angeln mit Kindern hat einen ganz anderen Rhythmus als „Erwachsenenausflüge“. Es geht nicht um Rekorde, Trophäen oder komplizierte Taktiken. Wichtig ist, dass die Kinder Spaß haben, etwas lernen und im Idealfall eine Erfahrung mitnehmen, zu der sie gerne zurückkehren möchten. Dabei spielt die Wahl des richtigen Reviers eine entscheidende Rolle.

Angeln ist eine Leidenschaft für Jung und Alt, die oft ein Leben lang anhält.
Angeln ist eine Leidenschaft für Jung und Alt, die oft ein Leben lang anhält.

Was macht ein Revier für Kinder geeignet?

Beim Angeln mit Kindern spielt die Wahl des Reviers oft eine größere Rolle als die Ausrüstung selbst. Ein guter Ort kann vieles erleichtern und kleine Fehler verzeihen, während ein schlecht gewähltes Revier die Begeisterung schon zu Beginn zunichte machen kann.

  • Ein idealer Familienangelplatz sollte vor allem sicher und übersichtlich sein. Das Ufer sollte eine freie Bewegung ohne steile Abhänge direkt am Wasser ermöglichen, die Strömung sollte ruhig und ohne reges Schiffsverkehr sein. 
  • Ein großer Vorteil ist auch ein ausreichender Bestand an kleineren Fischen, die häufiger anbeißen und die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich ziehen.
  • Wichtig ist auch der Zugang zum Wasser. Wenn man über Steine klettern, sich durch Büsche kämpfen oder die Ausrüstung einen halben Kilometer weit tragen muss, macht es schnell keinen Spaß mehr (was übrigens nicht nur für Kinder, sondern auch für viele erwachsene Angler gilt).
  • Für kleine Angler ist es entscheidend, das Gefühl zu haben, dass es an diesem Ort „wirklich Fische gibt“. Langes Warten ohne einen einzigen Biss ist für sie viel schwieriger als für Erwachsene und entscheidet oft darüber, ob sie das nächste Mal wieder ans Wasser zurückkehren wollen.

Welche Arten von Revieren eignen sich am besten für Familien?

Nicht jedes Revier ist für das Familienangeln gleichermaßen geeignet. Ein Ort, der für einen erwachsenen Angler interessant und herausfordernd ist, kann für ein Kind unnötig kompliziert, frustrierend oder sogar gefährlich sein. Bei der Auswahl des Reviers geht es daher nicht darum, den größten Fisch zu fangen, sondern eine Umgebung zu finden, in der Kinder einen Sinn in dem sehen, was sie tun, und im Idealfall auch einen Fang machen können. 

Kleinere Teiche und Tümpel

Kleinere stehende Gewässer sind für Kinder oft der ideale erste Anlaufpunkt. Sie sind übersichtlich, ruhig und die Fische halten sich meist näher am Ufer auf, sodass keine weiten Würfe oder komplizierte Ausrüstung erforderlich sind. Kinder lernen schnell die Grundprinzipien des Angelns und haben schon nach kurzer Zeit eine realistische Chance auf einen Fang.

Am besten fischt man hier mit einer Schwimmangel oder einer leichten Grundangel, wo alles gut sichtbar und verständlich ist. In Tschechien handelt es sich dabei oft um:

  • lokale Vereinsteiche
  • kleinere kommunale Stauseen
  • ruhige Teiche ohne großen Angeldruck

Sandgruben und andere stehende Gewässer

Sandgruben sind für das Familienangeln sehr angenehm, besonders wenn sie flache Ufer und einen guten Zugang zum Wasser haben. Oft leben dort viele Weißfische, Karauschen oder kleinere Karpfen, sodass Fänge keine Ausnahme sind. Ein großer Vorteil ist auch die schöne Umgebung rund um das Wasser. 

Sandgruben haben in der Regel

  • viel Platz, sodass Sie sich nicht an andere Angler geklebt fühlen
  • eine ruhigere Atmosphäre ohne viel Verkehr
  • die Möglichkeit, sich weiter vom Wasser entfernt hinzusetzen, eine Pause zu machen oder einen Snack zu sich zu nehmen

Private Reviere und Kinderteiche

Wenn Sie Ihren Kindern eine wirklich positive erste Erfahrung bieten möchten, sind private Angelgebiete eine gute Wahl. In Tschechien gibt es immer mehr davon, und viele sind speziell auf Familien mit Kindern zugeschnitten.

Typischerweise bieten sie:

  • hohe Fischbestände
  • einfache und verständliche Regeln
  • eine große Chance, dass Ihr Kind tatsächlich einen Fisch fängt
  • oft auch eine Grundausstattung (Toiletten, Verpflegung, manchmal Spielplatz)

Flüsse: wann ja und wann lieber nein

Flüsse sind für Kinder nicht automatisch eine schlechte Wahl, aber sie erfordern eine sorgfältigere Auswahl des Ortes. Geeignet sind vor allem:

  • ruhige Abschnitte ohne starke Strömung
  • Sackarme, Buchten und ruhige Seitenarme des Flusses
  • kleinere Flüsse mit übersichtlichem Flussbett und sicherem Ufer

Starke Strömungen, tiefes Wasser direkt am Ufer oder Schiffsverkehr machen den Fluss für Kinder eher zu einer Stressquelle als zu einem Vergnügen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wählen Sie lieber stehendes Wasser und kehren Sie später zum Fluss zurück, wenn die Kinder mehr Erfahrung haben.

Beim Angeln geht es vor allem darum, Spaß zu haben. Wählen Sie also Angelplätze, an denen Sie unnötige Komplikationen vermeiden können.
Angeln soll vor allem Spaß machen, wählen Sie daher Reviere, in denen Sie unnötige Komplikationen vermeiden können.

Welche Fische sind ideal für das Angeln mit Kindern?

Für Kinder ist nicht die Größe des Fisches entscheidend, sondern die Häufigkeit der Bisse. Der ideale Fisch ist einer, der relativ oft anbeißt, nicht zu stark ist und auch mit leichter Ausrüstung ohne Stress gefangen werden kann. Dadurch hat das Kind schnell ein Erfolgserlebnis und Lust, weiterzumachen.

Weißfische: idealer Einstieg für kleine Angler

Besonders gut eignen sich Weißfische. Rotaugen, Perlfische oder Brassen kommen in größeren Schwärmen vor, reagieren auf einfache Köder und beißen relativ schnell an. Außerdem lernt das Kind mit ihnen den grundlegenden Umgang mit der Angelrute, der Rolle und dem Einholen des Fisches.

Karausche und Schleie: ein ruhiger Kampf ohne Stress

Eine gute Wahl sind auch Karauschen und Schleien. Karauschen sind widerstandsfähig, beißen gerne an und ihre Bisse sind gut zu erkennen. Schleien sind etwas vorsichtiger, aber gerade deshalb können sie ein schöner nächster Schritt sein, bei dem das Kind Geduld und Feingefühl lernt.

Kleinere Karpfen: wenn Sie einen „echten” Fang wollen

Bei kleineren Karpfen ist etwas mehr Vorsicht geboten, aber auch sie können für Kinder sehr attraktiv sein. Der Biss ist deutlicher, der Fisch kämpft mehr und der Fang wirkt „erwachsen”. Es ist wichtig, eine feinere Ausrüstung zu wählen und es mit der Größe des Köders nicht zu übertreiben, damit der Kampf für das Kind beherrschbar und sicher ist.

Die ersten Fänge müssen nicht gleich Trophäenfische sein, man muss nur die richtige Herangehensweise an das Angeln finden, und die großen Fische werden mit der Zeit kommen.
Die ersten Fänge müssen nicht sofort Trophäenfische sein, es reicht, wenn man die richtige Herangehensweise an das Angeln findet, dann kommen die großen Fische mit der Zeit.

Einfache Angeltechniken, die Kindern Spaß machen

Bei Kindern funktionieren vor allem Techniken, bei denen etwas zu sehen ist und schnell etwas passiert. Langes Warten ohne Bewegung langweilt sie und komplizierte Ausrüstungen verwirren sie unnötig. Je übersichtlicher und actionreicher das Angeln ist, desto größer ist die Freude am Wasser.

Posenfischen oder wenn sich ständig etwas bewegt

Das Posenfischen ist für Kinder ein absoluter Klassiker und oft die beste Wahl. Die Pose bewegt sich, taucht unter, zuckt und das Kind hat ständig das Gefühl, das Geschehen zu verfolgen. Der Biss ist sofort sichtbar und die Reaktion schnell, was Kinder natürlich zum Fischen anzieht.

Außerdem lassen sich beim Posenfischen leicht die Grundlagen erklären, wie z. B. was ein Biss ist, wann man schlagen muss oder warum die Pose verschwunden ist. Das Kind sieht das Angeln direkt vor seinen Augen und versteht es besser.

Leichtes Grundangeln bringt Einfachheit und Ruhe

Leichter Grundangeln ist ideal, wenn das Posenfischen nicht so gut funktioniert oder wenn man etwas weiter auswerfen muss. Die Ausrüstung sollte so einfach und übersichtlich wie möglich sein: ein Haken, geringeres Gewicht, klar erkennbarer Biss.

Für Kinder ist es von Vorteil, dass sie sich nicht auf die komplizierte Führung des Köders konzentrieren müssen. Es reicht aus, zu warten, die Spitze oder einen einfachen Bissanzeiger zu beobachten und zu reagieren. Es ist ein ruhigerer Stil, aber immer noch actionreich genug, wenn die Fische anbeißen.

Einfacher Feed, wenn die Fische an Ort und Stelle bleiben

Ein Feeder kann auch für Kinder großartig sein, wenn man ihn einfach handhabt. Der Futterkorb hilft, die Fische an einer Stelle zu halten, sodass die Bisse häufiger kommen. Es ist nicht notwendig, sich mit komplizierten Montagen oder feiner Abstimmung zu beschäftigen, eine einfache Feeder-Ausrüstung reicht völlig aus.

Kinder haben oft auch Spaß am Füttern und Auswerfen. Sie sehen, dass sie mit jedem Wurf „etwas dafür tun, dass die Fische kommen“, und das gibt ihnen das Gefühl, wirklich am Angeln beteiligt zu sein.

An die Anfänge des Angelns werden Sie sich immer mit einem Lächeln im Gesicht erinnern.
Sie werden sich immer mit einem Lächeln im Gesicht an die Anfänge des Angelns erinnern.

Wie man das Angeln für Kinder zu einem echten Erlebnis macht

Für Kinder ist es nicht wichtig, wie viele Fische sie fangen, sondern wie sie sich am Wasser fühlen. Wenn sie ein Gefühl von Wohlbefinden, Freude und gemeinsamer Zeit mitnehmen, haben Sie gewonnen. Die Fische kommen mit der Zeit. Die Lust, ans Wasser zurückzukehren, entsteht jedoch genau hier.

Kürzere Ausflüge funktionieren besser als ein ganzer Tag am Wasser

Bei Kindern gilt eine einfache Regel: Weniger ist mehr. Ein oder zwei Stunden, in denen etwas passiert, hinterlassen einen besseren Eindruck als fünf Stunden, in denen man nur wartet. Wenn Sie aufhören, solange das Kind noch begeistert ist, wird es wiederkommen wollen. Und genau das ist das Ziel.

Pausen sind kein Versagen, sondern Teil des Ausflugs

Kinder können sich nicht ständig konzentrieren. Eine Pause für einen Snack, zum Spielen am Ufer oder einfach nur zum Beobachten der Fische ist völlig in Ordnung. Oft kommen die Fänge gerade nach einer Pause. Und selbst wenn nicht, hat das Kind das Gefühl, dass der Ausflug nicht nur aus Warten bestand.

Jeder Fang verdient Lob

Für ein Kind ist jeder Biss, jeder Fisch, auch der kleinste, ein Erfolg. Spielen Sie das nicht herunter. Im Gegenteil. Freude, ein Foto, Lob und ein kurzes Gespräch über den Fisch hinterlassen einen viel stärkeren Eindruck als der Fang selbst.

Drängen Sie nicht auf Leistung oder Regeln

Das Angeln mit Kindern ist kein Training für Wettkämpfe. Wenn das Kind die Angelrute eine Weile nicht richtig hält, vergisst, den Schwimmer zu beobachten, oder sich einfach nur hinsetzen möchte, lassen Sie es. Je mehr Freiheit Sie ihm geben, desto natürlicher wird seine Beziehung zum Angeln.

Beim Angeln mit Kindern geht es nicht darum, kleine erfolgreiche Angler auszubilden. Es geht darum, ihnen das Wasser, die Natur und die Freude an den kleinen Dingen zu zeigen. Wenn Sie ihnen Raum, Ruhe und Zeit geben, werden Sie oft überrascht sein, wie schnell sie ihren eigenen Weg zum Angeln finden.

Mit Ihrer Hilfe werden die Kinder ihren eigenen Weg zum Angeln finden, der voller toller Erfahrungen sein wird.
Mit Ihrer Hilfe finden Kinder ihren eigenen Weg zum Angeln, der voller großartiger Erlebnisse sein wird.