Die Fishsurfing-App herunterladen
Download on Google Play Download on App Store
QR code to download Fishsurfing app

So wählst du die richtige Hakengröße je nach Fisch und Köder aus

Der Haken ist zwar nur ein kleines Detail, entscheidet aber oft darüber, ob man den Fisch tatsächlich an den Haken bekommt. Ein zu großer Haken beschwert den Köder unnötig und wirkt unnatürlich, während ein zu kleiner Haken möglicherweise nicht richtig im Maul des Fisches sitzt. Wählen Sie daher immer die richtige Größe, je nach Köder, Zielfisch und Angelmethode. 

Hakengrößen verstehen 

Anfänger sind oft verwirrt von dem scheinbar umgekehrten Nummerierungssystem. Bei Standardhaken gilt: Je höher die Zahl, desto kleiner der Haken. Größe 16 ist daher kleiner als 12, Größe 12 ist kleiner als 8 und so weiter. 

Bei sehr großen Haken begegnen einem Größen wie 1/0, 2/0, 3/0 und so weiter. Hier gilt die übliche Logik: Mit steigender Zahl nimmt auch die Hakengröße zu.

Eine vereinfachte Reihenfolge sieht so aus: …18 – 16 – 14 – 12 – 10 – 8 – 6 – 4 – 2 – 1 – 1/0 – 2/0 – 3/0…

Die Zahl allein sagt jedoch nicht alles aus. Haken verschiedener Marken mit derselben Bezeichnung haben möglicherweise nicht identische Formen oder Abmessungen. Der eine hat vielleicht eine breitere Biegung, der andere einen längeren Schaft oder ist aus dickerem Draht geschmiedet. Betrachten Sie die Zahl daher in erster Linie als Richtwert und prüfen Sie immer die konkrete Form.

Denke zuerst an den Köder, dann an den Fisch 

Beginnen Sie bei der Auswahl eines Hakens mit einer einfachen Frage: Was werde ich daran befestigen?

Der Haken sollte groß genug sein, um den Köder zu halten, wobei die Spitze frei bleiben muss. Gleichzeitig sollte er den Köder jedoch nicht unnötig überlagern. Wenn Sie einen robusten Haken mit einem einzigen kleinen Wurm bestücken, wirkt das unter Wasser sehr verdächtig. Umgekehrt wird eine große Blutwurme, die Sie auf einen kleinen Haken zwängen, höchstwahrscheinlich die Spitze verdecken und Ihre Chancen auf einen erfolgreichen Anhieb verringern.

Würmer 

Für Fleischwürmer werden traditionell kleinere, leichtere Haken verwendet. Wenn du mit einem oder zwei Würmern auf kleine Weißfische angelst, verwende die Größen 16 bis 20. Für größeren Köder oder beim Angeln auf größere Fische kannst du auf die Größen 12 bis 16 umsteigen. Es ist wichtig, dass die Würmer nicht zu fest auf den Haken gezwängt werden, damit die Spitze zuverlässig ihre Aufgabe erfüllen kann.

Mais 

Ein Maiskorn ist ein größerer Köder, daher kommt ein stabilerer Haken in Frage. Je nach spezifischer Montage und Zielfisch fangen Sie in der Regel mit Hakengrößen zwischen 8 und 14 an. Es hängt auch stark davon ab, ob Sie das Maiskorn direkt auf den Haken stecken oder es an einem Vorfach befestigen. Bei einer Vorfachmontage bleibt der Haken völlig frei, sodass er nicht genau der Größe des Köders entsprechen muss.

Boilies und Pellets 

Bei Pellets und Boilies spielen der Durchmesser und die Art der Montage die Hauptrolle. Haken der Größen 8 bis 12 eignen sich gut für kleine Pellets, Mini-Boilies oder Wafter. Für größere Pellets werden hingegen üblicherweise die Größen 4 bis 8 verwendet. 

Doch selbst beim Karpfenangeln gilt die Regel „Je größer der Fisch, desto größer der Haken“ nicht immer. Viel wichtiger ist die Gesamtdynamik – also das Zusammenspiel von Köder, Haken und Vorfach im Wasser.

Regenwürmer und Blutwürmer 

Regenwürmer benötigen etwas mehr Platz am Haken. Für kleinere Regenwürmer kannst du mit den Hakengrößen 8 bis 12 beginnen, während sich die Hakengrößen 4 bis 8 für einen gut gewachsenen Blutwurm oder ein Bündel Regenwürmer eignen. 

Ist der Haken zu klein, türmt sich der Köder darauf und verdeckt die Hakenspitze. Genau das führt dazu, dass man zwar einen guten Biss hat, den Haken setzt, aber am Ende doch nichts an Land zieht. 

Welche Hakengröße je nach Fischart wählen

Natürlich spielt der Zielfisch eine Rolle. Er bestimmt in erster Linie, wie stark und breit ein Haken sein darf und wie groß der Köder sein sollte, den Sie ihm anbieten möchten. Betrachten Sie die folgenden Werte daher vor allem als Ausgangspunkt. 

Fisch

Ungefähre Hakengröße

Rotaugen, Rotfedern und kleine Weißfische

14–20

Brassen

10–16

Schleie

8–14

Rotaugen

6–14

Barbe

6–12

Karpfen

4–10

Amurkarpfen

4–10

Der große Bereich in der Tabelle ist kein Fehler. Man kann Döbel mit einem winzigen Wurm genauso leicht fangen wie mit einem viel größeren Köder. Und das Gleiche gilt beispielsweise auch für Karpfen oder Schleien.

Daher macht es wenig Sinn, nach einer einzigen allgemeingültigen Antwort auf die Frage zu suchen, welchen Haken man für Karpfen oder Schleien wählen soll. Für einen kleinen Wafter wählt man einfach einen anderen Haken als für einen massiven Boilie. Diese Regel gilt zudem für praktisch jeden Fisch.

Die Wahl des Hakens je nach Angeltechnik 

Jede Angelart hat ihre eigenen Regeln und Besonderheiten. Die Art und Weise, wie du deinen Köder präsentierst, sowie die Ausrüstung, die du verwendest, spielen bei der Hakenauswahl eine entscheidende Rolle. 

Beim Feederangeln sind in der Regel kleinere Haken gefragt

Beim Feederangeln kommen oft kleinere Köder und eine filigranere Montage zum Einsatz, daher werden üblicherweise kleinere Haken verwendet. Für Würmer, Mais oder kleine Pellets macht es keinen Sinn, einen unnötig robusten Haken zu verwenden. 

Allerdings geht es hier nicht darum, den kleinstmöglichen Haken zu verwenden. Wenn Sie deutliche Bisse bekommen, den Haken aber nicht richtig setzen können oder die Fische beim Drill abfallen, liegt das Problem möglicherweise in einer ungeeigneten Hakengröße oder -form. 

Vieles hängt auch vom Gewässer selbst ab. Eine filigrane Montage für Brassen in einem ruhigen Teich erfordert einen völlig anderen Ansatz als eine Feeder-Montage an einem Fluss, wo Strömung, Felsen und oft größere Fische eine Rolle spielen. Dies zeigt sich beispielsweise deutlich beim Angeln auf Barben. Selbst wenn du einen relativ kleinen Köder verwendest, brauchst du einen Haken, auf den du dich beim Drill eines Fisches in der Strömung zu 100 Prozent verlassen kannst.

Passen Sie die Hakengröße beim Karpfenangeln an die gesamte Montage an 

Beim Karpfenangeln trifft man häufig auf Größen wie 4, 6, 8 oder 10. Allerdings ist das Gewicht des Karpfens allein nicht der entscheidende Faktor. Stellen Sie sich zwei Szenarien vor. Im ersten angeln Sie mit kleinen Boilies und einer feinen Montage für vorsichtige Fische. Im zweiten verwenden Sie einen größeren Köder in Gewässern, in denen Sie große Karpfen erwarten, und angeln in der Nähe von Hindernissen. Derselbe Haken ist nicht für beide Situationen ideal. 

Achten Sie daher beim Karpfenangeln genau auf das Verhältnis zwischen Köder und Haken. Die Spitze muss frei bleiben, und der Hakenstiel benötigt genügend Platz, um sich sicher im Maul zu verfangen. Gleichzeitig sollte der Haken neben dem Köder jedoch nicht unverhältnismäßig groß wirken.

Beim Spinnfischen muss der Haken in erster Linie zum Köder passen 

Beim Spinnfischen verhält es sich etwas anders. Wobbler, Blinker und Spinner werden in der Regel mit bereits angebrachten Haken geliefert, sodass Angler beim Austausch hauptsächlich die Hakengröße berücksichtigen. Bei Weichplastikködern wählst du viel häufiger die Größe eines einzelnen Hakens aus. 

Bei einem Jigkopf muss die Hakenlänge immer zum Körper des Weichplastikköders passen. Ist der Haken zu kurz, ragt er fast unmittelbar hinter dem Jigkopf aus dem Köder heraus. Ist er hingegen zu lang, reicht er zu weit in den hinteren Bereich hinein und schränkt die natürliche Bewegung des Schwanzes unnötig ein. 

Auch die Gesamtfestigkeit ist wichtig. Ein Haken für das leichte Schleppangeln auf Barsche kann dünn und leicht sein, während man beim Angeln auf Hechte oder größere Zander deutlich mehr Festigkeit benötigt.

Die Größe eines Fliegenfischerhakens richtet sich nicht ausschließlich nach der Zielfischart 

Beim Fliegenfischen ist es üblich, Haken der Größen 12, 14, 16 und sogar deutlich kleinere zu verwenden. Hier hängt die Hakengröße sehr eng mit der Größe des Insekts zusammen, das man nachahmen möchte. 

Und das Fliegenfischen veranschaulicht auf wunderbare Weise, warum die altbewährte Regel „großer Fisch gleich großer Haken“ in der Praxis nicht funktioniert. Selbst eine wirklich riesige Forelle kann winzige Insekten von der Oberfläche abfischen und nimmt bereitwillig eine kleine Fliege an einem zarten Haken an. Deshalb solltest du immer zuerst und vor allem darüber nachdenken, was genau du dem Fisch anbietest.

Wann man einen kleineren Haken wählen sollte

Ein kleinerer Haken ist ideal, wenn die Fische vorsichtig sind, das Wasser klar ist oder du einen sehr kleinen Köder verwendest. Ein leichter Haken belastet den Köder nicht so stark, sodass er sich unter Wasser viel natürlicher verhält. Ein typisches Beispiel sind subtile Bisse – die Fische testen den Köder nur vorsichtig und wollen ihn nicht vollständig aufnehmen. Die Verwendung eines kleineren Hakens zusammen mit einem kleineren Köder führt in solchen Momenten oft zum gewünschten Ergebnis. 

Allerdings gibt es klare Grenzen, wie klein man gehen kann. Wenn sich Ihre Haken zu begradigen beginnen, die Fische während des Drills abfallen oder Sie nach dem Landen feststellen, dass der Haken nur sehr flach im Maul sitzt, ist es an der Zeit, eine Nummer größer zu wählen oder auf ein Modell aus dickerem Draht umzusteigen.

Wann man einen größeren Haken verwenden sollte 

Ein größerer Haken ist sinnvoll, wenn er mit einem voluminöseren Köder kombiniert wird, wenn man gezielt auf große Fische angelt oder in Situationen, in denen man für einen zuverlässigen Hakenhalt unbedingt einen breiteren Hakenabstand benötigt. Bei der Auswahl solltest du dich jedoch nicht ausschließlich auf die Größenangabe konzentrieren. Auch die Form und die Drahtstärke sind absolut entscheidend. Ein filigraner Haken der Größe 8 für kleine Weißfische hat mit einem massiven Karpfenhaken derselben Größe möglicherweise nichts gemeinsam – außer der Nummer auf der Verpackung.

Berücksichtigen Sie daher bei Ihrer endgültigen Entscheidung immer Folgendes:

  • Die Größe und Art des Köders
  • Die Breite der Hakenbiegung
  • Die Drahtstärke
  • Die Länge des Hakenschafts
  • Die Form der Hakenspitze
  • Kraft des zu erwartenden Fisches

In vielen Situationen werden Sie feststellen, dass ein stabilerer Haken aus dickerem Draht in derselben Größe viel besser funktioniert, anstatt automatisch auf eine größere Größe umzusteigen.

Wenn Sie unsicher sind, nehmen Sie zwei Größen mit 

Sie müssen Ihre Hakenauswahl zu Hause nicht bis ins kleinste Detail festlegen. Wenn Sie beispielsweise zwischen Größe 10 und Größe 12 schwanken, nehmen Sie beide mit ans Wasser. Beginnen Sie mit dem Haken, der am besten zu Ihrem Köder und dem erwarteten Fisch passt, und passen Sie sich dann der jeweiligen Situation an. Wenn die Fische nur vorsichtig anknabbern, machen Sie das Vorfach leichter. Umgekehrt: Wenn Sie kräftige Bisse bekommen und die Fische entkommen, überprüfen Sie die Hakenspitze und wechseln Sie zu einem größeren oder stabileren Modell. 

Vor allem solltest du nicht alles auf einmal ändern. Wenn du Haken, Köder, Vorfach und sogar deinen Angelplatz gleichzeitig wechselst, lässt sich kaum noch genau sagen, was letztendlich zum Erfolg geführt hat.

Die richtige Hakengröße lässt sich nicht einfach auf eine bestimmte Nummer festlegen. Es geht in erster Linie darum, die richtige Balance zwischen Köder, Haken, Zielfisch und Angeltechnik zu finden. Sobald du deine Auswahl anhand dieser vier Faktoren triffst, wirst du sofort wissen, nach welchem Haken du greifen musst.